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Havskajak i Bohuslän

Infos und Tipps für das beste Erlebnis

Wann ist die beste Reisezeit?

Bohuslän zählt zu den beliebtesten Reisezielen in Schweden. Die Schweden selbst haben das salzige Wasser der Küste schon lange zum Bootsurlaub, Baden und Erholen entdeckt – und daran wird sich auch nichts ändern. Aber die touristische Hauptsaison ist nur kurz. Von Mittsommer (Ende Juni) bis zum Schulstart (Anfang/Mitte August) kann es in so manchem Küstenort etwas eng werden. Das bedeutet auch, dass in dieser Zeit viele Veranstaltungen stattfinden, das Tempo ist hoch, die Straßenrestaurants sind voll. Viele Menschen sind unterwegs und es wird viel gefeiert, so dass Unterkünfte und Restaurants oft rechtzeitig im Voraus gebucht werden müssen. Wenn das Ihr Metier ist, dann sollten Sie diesen Zeitraum für Ihren Besuch wählen.

 

Vor und nach dem Rush der Hauptsaison – Ende Mai bis Mitte Juni sowie Mitte August bis in den September hinein – bietet sich Ihnen ein anderes Bild: Die Wochen vergehen in einem deutlich langsameren Takt und viele Aktivitäten konzentrieren sich auf die Wochenenden. Wenn Sie es lieber etwas ruhiger und stiller mögen und gerne etwas mehr Platz für sich haben, dann ist dies die ideale Zeit für Ihren Besuch.

Wassertemperatur

In Bohuslän ist man das ganze Jahr über mit dem Kajak unterwegs. Auch das Winterpaddeln wird in den Schären immer beliebter. Wenn Sie zu den erfahrenen Paddlern zählen, die wissen, was es bedeutet, in kaltem Wasser zu paddeln, warten das ganze Jahr über an der gesamten Küste fantastische Erlebnisse auf Sie. Sollten Sie damit aber noch keine Erfahrung haben, müssen Sie sich auf das kalte Wasser einstellen – es ist etwas völlig anderes, ob man in warmem oder kaltem Wasser kentert. Wenn Sie nicht wissen, wie Sie mit einer solchen Situation in kaltem Wasser umgehen sollen, dann sollten Sie für Ihr Paddelerlebnis eine Jahreszeit mit wärmerem Wasser wählen oder sich einer geführten Tour anschließen, die von einem erfahrenen Guide begleitet wird.

 

Das Wasser entlang der schwedischen Westküste ist zu großen Teilen des Jahres überraschend warm. In einem guten Sommer sind Wassertemperaturen bis zu 25 Grad Celsius in geschützten Badebuchten nicht ungewöhnlich. Doch die gleiche Badebucht kann im März noch zugefroren sein. Das Wasser benötigt Zeit, um sich zu erwärmen. Der Frühling ist daher zwar eine fantastische, aber auch knifflige Zeit im Schärengarten. Die Tage können sommerlich warm und schön sein, während das Wasser noch eiskalt ist und das Kentern zum Problem macht. Im Spätsommer und Herbst – also im August und September – ist das Wasser hingegen noch relativ warm, während die Lufttemperaturen schon kühler werden.

 

Grob gesehen erstreckt sich die Kajaksaison in Bohuslän von Anfang Mai bis Ende September, wobei der Mai ein Monat mit großen Abweichungen in der Wassertemperatur sein kann – je nachdem wie sich der Frühling zuvor gestaltet hat. Seriöse Kajakanbieter werden Sie im Vorfeld zu Ihrer Erfahrung befragen oder vielleicht auch ungern ein Kajak ausleihen, wenn das Wasser noch nicht warm genug ist. Die Teilnahme an einer geführten Tour oder ein privater Guide lösen dieses Problem.

Wind

Da es weder starke Meeresströmungen noch einen merkbaren Tidenhub gibt, ist der Wind der Hauptfaktor, der eine Paddeltour beeinflussen kann. Ein gutes Kajakcenter hat die Windprognosen für die nächsten Tage nicht nur im Blick, sondern weiß auch, wie sich die Windverhältnisse in den Paddelgebieten der Umgebung auswirken. Fragen Sie hier nach Infos, Tipps und geeigneten Routen. Bei einer geführten Tour sind es u. a. diese Kenntnisse und Erfahrungen, für die Sie bezahlen.

 

Im Sommerhalbjahr sind westliche Winde – oft mit einer Drehung nach Süd-West – die am häufigsten vorkommende Windrichtung. Wenn Sie sich „innen" im Schärengarten oder auf der Ostseite der Schären halten, haben Sie bei westlichen Winden recht ruhiges Wasser zum Paddeln. Versuchen Sie durch sorgsames Studieren der Karte vorauszusehen, wie der Wind Ihren Paddelweg beeinflussen wird. Auf diese Weise werden Sie schon schnell clevere und sichere Wege finden und mehr Spaß beim weniger anstrengenden Paddeln haben.

 

Kniffliger wird es bei östlichen Winden. Sie blasen vom Land auf das Meer hinaus. So lange Sie sich in der Nähe der Küste aufhalten, werden Sie den Wind nur als schwach empfinden. Aber je weiter Sie in den Schärengarten hinaus kommen, desto größer werden die Wellen und desto schwieriger werden die Paddelbedingungen. Beim Kentern in ablandigem Wind treiben Sie zudem aufs Meer hinaus und es kann sehr schwer werden, wieder an Land zu kommen. Seien Sie daher bei östlichen Winden besonders vorsichtig und wachsam.

 

Lokale Wetter- und Windprognosen finden Sie hier:
www.smhi.se
www.yr.no
www.windguru.cz

Bootsverkehr


Paddeln Sie nie ohne Land- oder Seekarte. Abgesehen davon, dass Sie so feststellen können, wo Sie sich befinden, können Sie auch die Fahrrinnen sehen und wissen so, wo Sie wahrscheinlich auf Schiffe treffen. Wenn Sie eine Fahrrinne kreuzen müssen, wählen Sie immer den kürzesten Weg. Halten Sie Ihre Gruppe zusammen und führen Sie das Kreuzen bestimmt und effektiv durch.

Notrufnummer

Bei Gefahr rufen Sie die 112 an. Bitte beachten Sie: Bevor Sie Ihre Schwimmweste anlegen und sich in den Schärengarten hinaus begeben, sollten Sie immer zuerst die Wettervorhersage kontrolliert haben – entweder im Radio oder im Internet.

Jedermannsrecht

Nicht stören – nicht zerstören. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf kommt man schon weit. Das Jedermannsrecht eröffnet uns die einzigartige Möglichkeit, uns frei in der Natur zu bewegen. Gleichzeitig müssen wir aber Rücksicht nehmen, damit es funktioniert. Letztlich kommen Sie schon in den Genuss des Jedermannsrechts, wenn Sie einen Spaziergang unternehmen, eine Kajaktour machen oder einfach nur auf einem Felsen sitzen und den Gedanken freien Lauf lassen. Als Paddler sollten Sie im Schärengarten besonders auf folgende Punkte achten: Entzünden Sie kein Feuer auf einem Felsen, nehmen Sie Ihren Einmalgrill wieder mit nach Hause, informieren Sie sich über die geltenden Vogel- und Robbenschutzrichtlinien, erschrecken Sie keine Tiere, indem Sie zu nah an Sie heran paddeln, nutzen Sie – falls vorhanden – Mülltonnen und Toiletten, zelten Sie nicht zu nah an empfindlichen Tieren oder Wohnhäusern. Mehr über das Jedermannsrecht erfahren Sie auf der Website des Naturvårdsverket: www.swedishepa.se

Kleidung für das Paddeln in Westschweden

Vor allem sollten Sie auf Baumwollkleidung verzichten! Denn wenn Baumwolle nass wird, braucht sie Energie aus der Umgebung, um wieder zu trocknen. Da diese Umgebungsenergie Ihre Körperwärme ist, werden Sie frieren. Nutzen Sie lieber Wolle. Gute Wollwäsche in erster Lage am Körper – und trockene Wollwäsche in Reserve – ist aus Sicherheitsaspekten sehr wertvoll. Komplettieren Sie das Ganze mit strapazierfähiger Kleidung für den Fall, dass es kalt wird, sowie einer wasserdichten Außenschicht (Jacke und Hose) bei Regen. Die Füße werden beim Ein- und Aussteigen häufig nass, so dass schnell trocknende Sandalen eine gute Idee sind. Auch im Sommer sollte man zur Sicherheit eine Mütze gegen eventuelles Auskühlen dabei haben. In sternklaren Nächten kann sie auch als extra wärmende Schicht willkommen sein. Verwahren Sie Ihre trockene Kleidung immer in einem wasserdichten Packsack. Einen solchen können Sie bei vielen Kajakanbietern leihen. Im Frühling und Winter sollten Sie die Ausrüstung außerdem um Paddelhandschuhe und eventuell einen Neoprenanzug ergänzen.