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Alles, was Sie über den Hering wissen müssen

Der Hering, mit dem lateinischen Namen Clupea Harengus, gehört zur Familie der Clupeidae, und ist die Fischart, die am häufigsten auf der Welt zu finden ist. Sein Name, Harengus, stammt aus dem Lateinischen und steht für sandig.

Er tritt in großen Schwärmen auf beiden Seiten des Atlantiks auf, der Nord- und der Ostsee. Der Hering wiegt zwischen 40 und 200 Gramm und kann bis zu 25 Jahre alt werden, wobei die meisten ungefähr ein Alter von 10 Jahren erreichen.

Der nahrhafte Hering

Verschiedene Studien belegen, dass es eine Verbindung zwischen dem Verzehr von Fisch, guter Gesundheit und einem langen Leben gibt. In den letzten Jahren stand der Hering oftmals im Fokus, wenn es um gesundheitsfördernde Eigenschaften ging. Nicht zuletzt wegen des aktuellen Interesses von Ernährungswissenschaftlern an der Zusammensetzung der verschiedenen Fettarten – wobei das Alterungsschutzmittel Omega 3 im Humanbereich als besonders förderlich gilt. Der Hering hat einen sehr hohen Omega-3-Wert und kann deshalb unterstützend wirken, wenn es darum geht, Risiken einiger Krankheiten zu mindern.

Der nahrhafte Hering:

 

Das Mittelalter

Im Mittelalter war der Hering international ein wichtiger Rohstoff. Da der Hering gesalzen wurde, überstand er Lagerung und lange Transporte durch Europa. Der Hering gewann auch an Popularität, da Fastenvorschriften an zwei Tagen in der Woche und an 40 Tagen in harten Wintern den Verzehr von Fleisch verbaten.

Tranöl

Traditionell produzierte man in den Fischerdörfern das Tranöl, das man brauchte, aus Dorschleber und Seehundfleisch. Man verwendete dies Tranöl in Lampen und um Schuhe und Bekleidung gegen Feuchtigkeit zu imprägnieren. Mitte des 17. Jahrhunderts, als der Hering in solch gewaltigen Mengen an die schwedische Westküste kam, gab es keine Möglichkeit, allen zu verwenden oder zu verkaufen, weder frisch noch gesalzen. Die selbstverständliche Folge war, dass man begann, auch von Heringen Tranöl zu produzieren. Das Öl wurde hergestellt, indem man frische Heringe kochte, bis sie auseinander fielen. Das Fett kam nach oben, wurde abgeschöpft und in so genannte „Klärtonnen" gefüllt. Wasser und Bodensatz sammelten sich auf dem Boden der Tonne. Der Bodensatz wurde direkt wieder ins Meer geschüttet, was zu Schwedens erster großer Umweltdebatte führte. Mit Tranöl aus Bohuslän wurden Straßen in Paris und an vielen anderen Orten beleuchtet.

Der Hering machte Bohuslän zu einem Klondike

Schweden hat zwar nie einen Goldrausch im wahrsten Sinne des Wortes erlebt – allerdings gibt es deutliche Ähnlichkeiten zwischen Klondike im Norden Amerikas und der großen Herings-Epoche in Bohuslän. Als der Hering kam, kamen auch tausende von Glücksuchern von nah und fern in die kleinen Fischerdörfer. Die Herings-Epoche in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts machte Bohuslän zu einem Hauptarbeitgeber für die nationalen Einkünfte. Laut Veröffentlichungen aus eben jener Zeit, kamen in dieser Epoche 50.000 Saisonarbeiter nach Bohuslän.

Die verschiedenen Herings-Epochen

1556-1589
1660-1680
1747-1809 die „Große Heringszeit"
1877-1906