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Westschweden
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Pater Noster, fyren på Hamneskär, Bohuslän. Foto Göran Assner

Besuchen Sie einen Leuchtturm!

An der Westküste gibt es mehrere Leuchttürme, die für die Allgemeinheit geöffnet sind. Oftmals liegen sie in schwer zu erreichenden, aber traumhaft schönen Schären. Bei einigen Leuchttürmen haben Betreiber diese übernommen und bieten die Leuchtturmwohnungen als Unterkünfte für Touristen an. Beim Pater Noster kann man in dessen Restaurant auch eine Kleinigkeit essen. Bei den meisten Leuchttürmen werden auf Anfrage Führungen arrangiert. Kommen Sie und hören Sie den versierten Führern zu, die Geschichten aus vergangenen Zeiten zu berichten wissen, über das Leben der Leuchtturmwärter auf den kargen Inseln und über gesunkene Schiffe.
Vinga Fyr. Foto Sandra Osberg

Vinga fyr

Bereits 1606 wurde auf Vinga die erste Bake errichtet. Seitdem ist Vinga ein wichtiges Leuchtfeuer für Göteborg. Der große Leuchtturm (1890) und die dreieckige Bake markieren die Strecke beim Ansegeln auf Göteborg und sind Schwedens bekannteste Landmarke für Seefahrer. Schon im 17. Jahrhundert diente Vinga als Platz zum Lotsen. Evert Taube, ein bekannter schwedischer Troubadour und Liedermacher, hat seine Kindheit auf Vinga als sehr glücklich beschrieben.

Außer dem Leuchtturm gibt es auf Vinga auch ein kleines Taube-Museum, einen Gästehafen und einen Kiosk. Vinga eignet sich ausgezeichnet zum Baden und zur Vogelbeobachtung.

Bitte wenden Sie sich für Führungen an Winga Vänner:
+46 (0) 703 666 060 

Touristenbüro Öckeröarna >>

Måseskär

Mitte des 19. Jahrhunderts bemerkte man, dass unzählige Schiffe außerhalb von Hamneskär, nördlich der Festung Carlsten, auf Grund gelaufen waren. Deshalb begann man im Mai 1865 mit dem Bau eines Leuchtturms auf Måseskär. Das Leuchtfeuer sollte rot sein, um sich von dem auf Hållö im Norden und dem von Carlsten im Süden zu unterscheiden.

Genießen Sie die karge Meereslandschaft bei einem Picknick.

Am einfachsten erreicht man Måseskär mit dem eigenen Boot. Ansonsten kann Käringöns Sjötaxi einen Transport arrangieren. Von Göteborg und Uddevalla fahren Sie mit dem Bus nach Hälleviksstrand. Von Hälleviksstrand nehmen Sie entweder die Fähre zur Käringö und von dort ein Seetaxi oder aber Sie nehmen direkt das Seetaxi von Hälleviksstrand.

Preise und Fahrzeiten für das Taxiboot erfahren Sie von Käringöns Sjötaxi:
Tel. +46 (0) 304-563 00, +46 (0) 708-30 12 32

Bus- und Fährfahrplan >>
Vandrarhemmet på Utpost Hållö

Hållö

In den Kriegsjahren (1939-1945) war Hållö Basis für eine Peilstation, die u.a. die englischen und deutschen Einheiten kontrollierte, die auf dem Skagerak verkehrten. 1943 wurde vor Hållö ein Kurierflugzeug mit Seeleuten, Diplomaten und hoch gestellten Militärs auf dem Weg von England nach Stockholm aus Versehen von Deutschen abgeschossen. Der Sänger Evert Taube schrieb auch eine Ballade über Hållö. Zwei wahre Begebenheiten über versunkene Schiffe dienten ihm dazu als Anregung. Die Ballade handelt von einem jungen Seemann, der bei rauem Wetter vor Hållö festgezurrt und an Bord vergessen wurde, als man die restliche Besatzung rettete. In Wirklichkeit soll der junge Mann überlebt haben. Schon in den 1930-er Jahren war Hållö ein beliebtes Ziel für Badetouristen.

Auf Hållö gibt es außer dem Leuchtturm, eine Pension und ein Café und natürlich wundervolle Natur. Weiterhin erwarten den Besucher einzigartige Vögel und ganz spezielle Gletschermühlen, ein Windschutz zur Vogelbeobachtung und fantastische Badeplätze. Bei Utpost Hållö arrangiert man Leuchtturm-Führungen und weiß über die interessante Geschichte Hållös zu berichten. Aufgrund von Reparaturarbeiten ist es zurzeit leider nicht möglich, den Turm zu besteigen.

Der Hållöfärjan verkehrt ab der Smögenbrygga. Den Schiffer kann man telefonisch erreichen: +46 (0) 706 913 633  Hållöfärjan >>

Utpost Hållö >>
Nationalpark Fyr på Ursholmen, Kosterhavets. Foto Mikael Almse

Ursholmen

Die Leuchtfeuer auf Koster wurden erstmals 1850 entzündet. Es zeigte sich rasch, dass sie zu hoch über dem Meer lagen und das Licht, wenn es gebraucht wurde, dort oben in Schnee, Regen und Nebel verschwand. 1891 wurden die Leuchtfeuer Kosters durch neue auf Ursholmen ersetzt. Das Leuchtturmpersonal zog auf die westlichste bewohnte Insel Schwedens um, die für ihre dunklen Diabasstreifen über den kahlen Bergen bekannt ist. Viele Schiffe sind in diesem Fahrwasser untergegangen, oftmals in eisigen Winterstürmen.

Der Leuchtturm Ursholmens gehört mit zu den westlichsten Punkten Schwedens. Er ist neu renoviert und leuchtet nun wie ein Schmuckstück (!), so Erik Nordström, der in seiner Studienzeit in den Sommern hier arbeitete. Nehmen Sie einen Picknick-Korb mit! Das kleine Museum, in einem der Leuchtturm-Wärterhäuser, unterhalb des Leuchtturms, sollte man unbedingt besuchen. Es gibt keine Restauration, aber etwas ganz Außergewöhnliches - so weit draußen auf dem Meer – natürliches Quellwasser auf einer Insel!

Stiftelsen Ursholmen arrangiert Führungen. Die Vorsitzende, Camilla Edlund,
stiftelsen.ursholmen@live.se gibt gern Informationen.

Am einfachsten erreicht man Ursholmen mit dem eigenen Boot. Es gibt einen Naturhafen mit Pfosten zum Anlegen. Ansonsten kann man bei Selins Charter Fahrten nach Ursholmen buchen. Diese starten an wahlfreien Plätzen, aber Strömstad ist ein guter Ausgangspunkt, den man bequem mit dem eigenen Wagen oder per Bus erreicht.

Pater Noster

Pater Noster

Königliche Briefe vom Beginn des 18. Jahrhunderts belegen, dass man im Fahrwasser Hamnseskär einen Leuchtturm benötigte. Schließlich wurde entschieden, dass auf Hamnseskär ein solcher gebaut werden sollte. Die "Heidenstammaren-Konstruktion" Pater Noster wurde in der Zeit vom 13. Juli bis zum 9. September 1868 errichtet. Pater Noster liegt auf der Nord-West-Seite der Insel, im direkten Anschluss an einen ehemaligen Petroleumschuppen und ein Nebelsignalhaus. Der Name "Pater Noster", der „Vater Unser“ bedeutet, hat seinen Ursprung in den Gebeten, die die Seefahrer sprachen, um alle Schären und Untiefen Hamneskärs zu meistern.

Nordkoster, Strömstad

Nordkoster

Der Leuchtturm Nordkoster wurden 1849 gebaut, galt aber als falsch platziert, da einige Schiffe unmittelbar davor sanken. Grund dafür war die Tatsache, dass Kosters Leuchtfeuer 64 m über dem Meer lag. Das war bei schlechtem Wetter etwas zu hoch, da das Licht  zwischen Wolken, Nebel und Schnee verschwinden konnte. Nach 42 Jahren verlegte man den Platz deshalb nach Ursholmen. Das Leuchtfeuer von Koster ist ein sog. Doppelfeuer. Gemeinsam mit ihm baute man Wohnungen für die Leuchtturmwärter. Heute sieht man nur noch die Fundamente dieser Wohnungen.

Der Leuchtturm auf den Kosteröarna ist ein perfektes Ausflugsziel. Nicht allein der Leuchtturm, der Platz und die Fundamente der Wärterhäuser haben eine reizvolle Geschichte zu bieten. Den Besucher erwartet auch eine fantastische Aussicht.

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