Einer der Höhepunkte längs des Kanals ist das Aquädukt in Håverud, eine Kombination aus einer Landstraßenbrücke, Eisenbahnbrücke und Aquädukt, die im Jahr 1868 fertiggestellt wurde.´
Nicht weit von Håverud liegt das Hantverkshuset in Upperud - eines der größten und bestsortierten Handwerkshäuser Schwedens, herrlich am See Upperudshöljen und neben dem Dalslands Museum gelegen. Der Dalslands Kanal ist ein beliebtes Fahrwasser sowohl für Freizeitboote, Kanus als auch Passagierschiffe.
Geschichte – ein kulturhistorisches Denkmal
Der Kampf der Hüttenbesitzer für einen Kanal
Während des 18. Jahrhunderts etablierten sich mehrere Eisenhütten längs des Flusses Upperudsälv. Die Hüttenbesitzer im Norden Dalslands strebten allesamt die Kanalisierung des Wassersystems des Upperudsälvs an, um die beschwerlichen Flussstrecken von Upperud und hinauf zum Laxsjö zu eliminieren. Die meisten Hütten und Sägen lagen bei den Stromschnellen, wo wir heute die Schleusen des Dalslands Kanals finden.
Kanal mit strategischer und politischer Bedeutung
Im Jahre 1863 gab der Reichstag endlich grünes Licht für den Bau des Dalslands Kanals. Die politische Lage im Land trug in höchstem Grade zu diesem positiven Beschluss bei. Dänemark wurde nämlich 1814 gezwungen, Norwegen an Schweden abzutreten und ein Kanal durch Dalsland-Värmland sollte sowohl von strategischer als auch politischer Bedeutung sein. Entgegen der berechneten 7-8 Jahre, war der Bau innerhalb von 4 Jahren abgeschlossen. Im September 1868 wurde der Kanal unter großem Jubel von König Karl XV. eingeweiht.
Konkurrenz für Eisenbahn und Lastwagen
Ende der 50er Jahre wurde die Konkurrenz durch Eisenbahn und Lastwagen immer härter. Der letzte Frachter verließ zu Beginn der 70er Jahre den Dalslands Kanal und die Schleuseneinkünfte durch den Transport von Papierholz blieben völlig aus.
Der Tourismus wurde zum Retter in der Not
Stattdessen sollte der Tourismus den Dalslands Kanal retten. In den 70er und 80er Jahren stieg die Zahl der durchgeschleusten Boote enorm an. Außerdem kamen Passagierboote hinzu, die auf dem Kanal verkehrten. Heute handelt es sich bei über der Hälfte der Reisenden auf dem Kanal um ausländische Gäste.
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