Notizen

Tåtorp In Tåtorp werden die Schleusentore noch auf herkömmliche Weise von Hand geöffnet. Hier liegt auch eine ökologische Jugendherberge mit Gartencafé.

Entlang dem Göta Kanal auf zwei Rädern

Ein Fahrradurlaub am Göta Kanal ist voller Überraschungen. Hinter jeder Biegung findet sich ein guter Grund dafür, eine Pause einzulegen oder dem Schleusenverkehr zuzuschauen. Die Natur hat neben erholsamer Ruhe auch einige Abwechslung zu bieten.

 

Sjötorp ist einer von mehreren möglichen Ausgangspunkten für ein Fahrrad-Paket. Hier kann an warmen Sommertagen Ihre Radtour auf den alten Treidelwegen beginnen. Von der Terrasse des Restaurants Kajutan hört man schallendes Lachen, und auch bei den roten Kaufläden herrscht ein reges Treiben. In einem alten Hafenspeicher  sind auf drei Etagen das Fremdenverkehrsbüro und das Kanalmuseum untergebracht. Hier sind u.a. Oldtimer-Motoren, alte Seekarten und schöne Plakate aus dem frühen 20. Jh. ausgestellt. Auch der honiggeräucherte Lachs ist ein absolutes Muss in Sjötorp. Den Besuch bei Maltes Fisk och Delikatesser darf man nicht versäumen.

Göta Kanal en miniature bei den Schleusen von Norrkvarn

Die Mieträder sind stabil und bequem, und die breiten Reifen lassen sie leicht über die teilweise grasbewachsenen, geschotterten Treidelwege rollen. Nach etwa sieben Kilometern kommt die weiß leuchtende Kirche von Lyrestad in Sicht. An den Schleusen von Norrkvarn angekommen, lässt sich der Kirchturm erneut erahnen, diesmal jedoch in Miniaturausführung. Hier wurde nämlich eine Mini-Version des Göta Kanals nachgebaut. Hier liegen auch das Restaurant Hedvig Elisabeth mit Norrqvarns Brygga, beliebtes Ziel für hungrige Radfahrer und Freizeitkapitäne. Das alte Mühlengebäude beherbergt heute die Baltzar von Platen Lodge, in der man in fantasievollen Troll-Baumstümpfen oder in gewöhnlichen Hotelzimmern übernachten kann. Auch in der Jugendherberge kann man sich gut von den Abenteuern des Tages erholen.

Schöne Aussichten und idyllische Zwischenstopps

Gestärkt von einem Dorsch-Gericht und Wild-Lasagne mit Pfifferlingen schwingen wir uns wieder in der Fahrrad-Sattel und lassen Norrkvarn hinter uns. Schon bald haben wir wieder den richtigen Takt gefunden, und die Pedale laufen fast wie von selbst. Der Kanal begleitet uns wie ein blauer Pinselstrich zur einen Seite, während auf der anderen gelbe Getreidefelder unter der sanften Sommerbrise wogen. In Hajstorp haben wir die Hälfte der Radtour hinter uns gebracht. Das feiern wir mit einem Eis in dem kleinen Kanal-Café, in dem auch eine Jugendherberge eingerichtet ist. Wir schauen dem Schleusenverkehr zu und besuchen den alten Kanalspeicher, wo heute Kunsthandwerk verkauft wird.

Übersetzen mit der Mini-Fähre Lina

In Töreboda erwartet uns der neue Campingplatz beim Gasthafen mit Freibad und Minigolf.  Wir radeln weiter zur Fähre Lina, der kleinsten Fähre Schwedens. Die Überfahrt über den Kanal dauert nur ein paar Sekunden und kostet nicht mehr als 50 Öre. Auf dieser Seite des Kanals ändert die Natur ihren Charakter und geht in Kiefernwälder über. Das Wasser wird dunkler. Ob der Kanal hier tiefer ist? Plötzlich nehmen wir eine Bewegung an der Wasseroberfläche war, die sich ringförmig über das Wasser fortpflanzt. Vermutlich ein Fisch – oder hat sich vielleicht ein Nessie-Baby hierher verirrt?

Ökologische Übernachtung in Tåtorp

Erst gegen Abend erreichen wir die Jugendherberge in Tåtorp, wo wir übernachten wollen. Sie wird von Jonas und Margareta Fällström völlig ökologisch bewirtschaftet. Nach einer wohl verdienten Dusche wird im ökologischen Café das vorbestellte Abendessen serviert. Das spitze Dach und die großen Fenster nach allen Seiten verleihen dem Gebäude eine fast sakrale Atmosphäre. Margareta richtet einen farbenfrohen Salat aus ökologisch angebautem Gemüse von nahe gelegenen Höfen an. Zum Nachtisch gibt es eine selbstgebackene Toskatorte - natürlich ebenfalls ökologisch. Die friedvolle Umgebung und die unzähligen Eindrücke des Tages machen uns schon bald die Lider schwer. Kaum im Bett fallen wir auch schon in einen tiefen, zufriedenen Schlaf.

Bootstransfer über den See Viken - eine

Am nächsten Morgen radeln wir das kurze Stück zum See Viken hinunter. Hier gehen wir an Bord der „VikenSnabben“, die allen Radfahrern, die der berüchtigten Bergetappe von Beateberg aus dem Weg gehen wollen, einen bequemen Transportservice anbietet. Die Fahrt nach Brosundet dauert etwa 30 Minuten. Von hier aus sind es etwa vier Kilometer auf der Landstraße nach Forsvik. Eine alte, gut erhaltene Industrieanlage bildet den Ortskern. Hier lässt sich die örtliche Industriegeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts in Theorie und Praxis zurückverfolgen – mit Hilfe von Dia-Schauen, Ausstellungen und Theater-Vorstellungen.

 

Raddampfer, „Dampfer-Beefsteak“ und Unterhaltung an der Schleuse

Eines der vielen spannenden Projekte in Forsvik ist der Nachbau des Raddampfers Eric Nordevall II. Das Original ruht auf dem Grund des Vätternsees. Dieser Dampfer gehörte zur ersten Generation von Dampfschiffen, die im 19. Jahrhundert den Göta Kanal befuhren. Die Schleuse von Forsvik ist die älteste und die höchst gelegene des Kanals. Von der Gartenwirtschaft Forsvik Café & Mat kann man den Schleusenbetrieb bestens verfolgen. Hier wird allerlei süßes Gebäck serviert, aber auch ein saftiges Dampfer-Beefsteak und andere Gerichte


 

Stärkung für die Rückfahrt bei Idas Brygga

Wohl in Karlsborg angekommen sollte man dem Restaurant Idas Brygga einen Besuch abstatten. Es ist weithin sehr beliebt und wird in den Restaurant-Führern Sveriges Bästa Bord, Vägarnas Bästa und White Guide erwähnt. Die Küche ist für ihre Fischspezialitäten bekannt, hat aber auch einige andere Köstlichkeiten zu bieten. Von der Terrasse aus bietet sich dem Gast eine schöne Aussicht auf den Kanal und die Boote, die am Kai festmachen. Das Kanal-Abenteuer ist hier aber noch lange nicht zu Ende. Nach einem Besuch der Festung von Karlsborg ist es Zeit für die Rückfahrt nach Sjötorp - ein neues Erlebnis, mit anderen Booten, Blickwinkeln und Begegnungen. Der Göta Kanal präsentiert sich immer wieder von einer neuen Seite.

Heidi Rovén
publicerad 2008-01-26

Upplevelseområde Göta kanal,  E-post:  
Fremdenverkehrsbüro Mariestad +46 501-75 58 50

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