Das Charakteristische für Bohuslän sind die kahlen Klippen, das Bootsleben und die kleinen malerischen Fischerorte, die allesamt unterschiedliche Charaktere haben. Es gibt unendlich viele kleine Küstenorte, die einen Besuch wert sind, nachfolgend haben wir nur einige davon aufgelistet.
 
Smögen
Smögen gehört zu den bekanntesten Küstenorten in Bohuslän – ein beliebter Platz für Sonnenanbeter, Angler, Taucher und Lebenskünstler. Es ist vielleicht nicht das älteste Fischerdorf  Bohusläns, aber die Atmosphäre und die einzigartige Bebauung sind gut erhalten. Der 600 m lange Smögen-Steg gehört zu den bekanntesten Touristenzielen Bohusläns.

Zum Smögen-Steg kommen Touristen von nah und fern, um den regen Bootsverkehr zu verfolgen, in den Boutiquen am Steg einzukaufen und in einem der Straßenrestaurants zu essen. Die zweitgrößte Fischauktion des Landes ist auf Smögen. Hier entladen die Fischerboote ihren frischen Fisch und die Schalentiere, die Sie etwas später im Fischladen, gleich um die Ecke, kaufen können. Ein beliebter Ausflug von Smögen, ist es mit der Hållö-Fähre zum Naturreservat Hållö zu fahren, wo während des Sommers auch eine Herberge und ein Café betrieben werden. Hållös grandiose Natur mit kargen runden Klippen, mitten draußen im Meer ist ein Kontrast zu dem lebhaften Treiben in Smögen.
www.sotenasturism.se
www.utpost-hallo.nu
 
 
Fjällbacka
Das schöne Fjällbacka wird mit Schwedens bekanntester Schauspielerin - Ingrid Bergman – in Verbindung gebracht. Auf Dannholmen, in den Fjällbacka-Schären, verbrachte sie mit ihrer Familie die Sommer und das grüne Sommerhaus ist immer noch in deren Besitz. Zur Erinnerung an Ingrid Bergman ist auf dem kleinen Marktplatz in Fjällbacka eine Büste aufgestellt worden.

Durch den Berg mitten in Fjällbacka verläuft die Kungsklyfta, ein großer Bergriss, wo Teile des Astrid Lindgren Films Ronja Räubertochter aufgenommen wurden. Vom Marktplatz in Fjällbacka führt eine Treppe hinauf auf den Vetteberg, wo Sie ein traumhafter Blick über die Schären von Fjällbacka erwartet. Während des Sommers gehen Boots- und Angeltouren sowie Robbensafaris u.a. zu den beliebten Inseln Väderöarna – auch ein Mekka für Sporttaucher. Im Herbst werden Hummersafaris angeboten und das renommierte Stora Hotellet bietet ab Ende September bis Ende November ’Hummer-Wochenenden’ an. Das Stora Hotellet nimmt die Gäste in 23 Zimmern mit auf eine Reise um die Welt. Die Zimmer sind nach bekannten Häfen und Entdeckern aus der ganzen Welt benannt und entsprechend dekoriert. Eine weitere beliebte Veranstaltung ist im Herbst die Weltmeisterschaft im Makrelenfischen in Fjällbacka.
www.tanumturist.se
www.storahotellet-fjallbacka.se
 
 
Mollösund
Mollösund ist eines der ältesten, immer noch lebendigen Fischerdörfer Schwedens. Vieles aus der alten, typischen Szenerie, mit Seeschuppen, Fischerhäuschen und Bootsstegen ist noch erhalten. Die schönen Holzhäuser mit ihren bleiverglasten Fenstern liegen dicht beieinander und sind durch Gassen mit Kopfsteinpflaster voneinander getrennt. Im Hafen liegt das Café Emma, ein Restaurant/Café, das sich für die Mitgliedschaft beim Västsvensk Mersmak qualifiziert hat und u.a. für seine Fischsuppe und den traditionellen Eierkäse bekannt ist.

Am Kai liegt auch der herrliche Schoner Mathilda vertäut, ein Zweimaster mit Gabeltakel, der in der Saison Touren in die Schären unternimmt. Typisch für Mollösund ist der Lengfisch (der zu Weihnachten der beliebte “Lutfisk” – Stockfisch - wird), der zum Trocknen auf großen Holzgestellen hängt, so, wie schon seit hunderten von Jahren. Die Insel Mollön ist bekannt für ihre schönen Badeklippen, aber auch für die Kühe. Jedes Jahr werden Kühe zum Weiden vom Festland mit dem Schiff hergebracht. Den ganzen Sommer über gehen die ökologisch gehaltenen und weithin bekannten ”Mollö-Kühe” frei über die Insel, bevor sie zum Herbst wieder heim gebracht werden. Zur Mollön kommt man auch, um den Hafen aus dem 16. Jahrhundert, die Steinhügel aus der Bronzezeit und den alten, vereinsamten Friedhof zu sehen. 
www.mollosund.com
www.cafeemma.com
 
 
Bovallstrand

Bovallstrand hat, wie die meisten Fischerorte an der Küste, seinen Ursprung im 16. Jahrhundert und man erlebt echtes bohusländisches Flair. Mitten im Hafen in Bovallstrand liegt das Bryggcaféet wo man frisch gefangenen Fisch und Schalentiere serviert. Beliebt bei den Kindern ist die Glasscheibe im Fußboden, wo man sehen kann, wie die Krabben unter dem Restaurant herumkriechen. Interessant ist auch ein Besuch der Badholmarna in Bovallstrand. Diese Inseln liegen im Bottnafjord, genau dort, wo sich der Fjord zu den Schären und dem Meer hin öffnet. So weit kann man ohne Boot kommen.

Die Badholmarna bestehen aus einer Anzahl von Inseln, die durch Brücken miteinander verbunden sind. Dort gibt es kleine kinderfreundliche Sandstrände, Klippen, Trampoline, Sprungturm, Badestege, Badehäuschen, einen kleinen Kiosk, Toiletten und einen Parkplatz. Bovallstrand ist auch Verschiffungshafen für Granit gewesen, der aus dem großen Korpåsberg, nördlich des Zentrums, geschlagen wurde. Bovallstrand ist geprägt von echter, lebendiger bohusländischer Atmosphäre. Sehr reizvoll kann es sein, einfach längs der alten Seebuden im Hafengebiet zu spazieren und mit den Fischern zu reden, die gerade draußen gewesen sind und frische Heringe, Makrelen und Dorsche gefangen haben.
www.sotenasturism.se
 
 
Hunnebostrand
Hunnebostrand ist u.a. bekannt für die Hummerakademie. Hier starten viele Hummersafaris, wenn Ende September die Hummersaison beginnt. Hunnebostrand ist im Sommer auch ein sehr beliebter Ferienort mit schönem Gästehafen, herrlichen Badestränden und vielen fröhlichen Menschen. Ein lokales Fest, das viele Besucher anzieht, ist der alljährliche “Tag des Sotekanals”, der in diesem Jahr am 14. Juli stattfindet. Ein Fest mit vielen Straßenlokalen, Kinderaktivitäten und Musikunterhaltung.

Der gut 7 km lange Sotenkanal ist eine kleine künstlich angelegte Fahrrinne, die durch die Granitklippen der Halbinsel Ramsvikslandet auf Sotenäs verläuft. Ein bei Bootsleuten beliebter Durchfahrtsweg. Hunnebostrand, mit Ursprung im 13. Jahrhundert, gehört zu den allerältesten Küstenorten Bohusläns. Die Ortschaft entwickelte sich während der großen Heringsepoche 1556-1589. Als die Steinindustrie um 1860 Einzug hielt, stieg die Bevölkerungszahl enorm und viele Jahre lang hallten die Hammerschläge in den Steinbrüchen. Heute gibt es nur noch einige wenige davon, aber im Stenhuggar-Museum in Hunnebostrand wird ein Einblick vermittelt, wie die Steinmetze früher arbeiteten.
www.sotenasturism.se
 
 
Grebbestad
Das Herz Grebbestads sind der Hafen und die 200 m lange Brygga. Große Teile der malerischen alten Bebauung sind noch erhalten und laden zu Spaziergängen durch die verschlungenen Gässchen oberhalb des Hafens ein. Vom Bootssteg aus hat man einen Ausblick über die Felsinseln, Schären und die unter Naturschutz gestellten Orchideenwiesen Otteröns. Grebbestad gilt auch als das Mekka der Schaltierliebhaber.
 
Zu Hummer und Schalentieren gehören auch Getränke und in der alten ABBA Konservenfabrik, mitten in Grebbestad, befindet sich nunmehr die kleine Familienbrauerei Grebbestads Bryggeri. Dort wird nach traditioneller Art echtes bohusländisches Bier in schönen großen Kupfertanks gebraut. Im Jahr 2002 lancierte Grebbestad zur Premiere ein Hummerbier. In Grebbestad ist auch die Austernakademie angesiedelt. In der Hauptsaison werden in einer kleinen Holzbude auf dem Steg frische Austern verkauft. Dort liegt auch das beliebte Schalentier-Restaurant Greby’s. Auch für viele Angeltouren dient der Steg als Ausgangspunkt. Weiterhin besteht die Möglichkeit, Kanus zu mieten und die Schären auf eigene Faust zu entdecken.
www.tanumturist.se
 
 
Strömstad
Strömstad, Schwedens westlichste Stadt, liegt in herrlicher Natur am Kosterfjord. Einst war sie ein bedeutender Badeort mit eigenem Sauerbrunnen (Lejonkällan / Löwenquelle). Heute ist Stömstad Zentrum des intensiven norwegischen Grenzhandels, geographisch mitten in einer der dynamischsten Wirtschaftsregionen Norwegens, Östfold, gelegen. Am 10. Juni wird die neue Svinesund-Brücke zwischen Schweden und Norwegen, gleich nördlich von Strömstad, vom schwedischen Königspaar eingeweiht. Dies geschieht im Rahmen eines großen, mehrtägigen Volksfestes mit Gesang und Musik, Wettbewerben und Unterhaltung. Anders, als viele sonstige Fischerorte, ist Strömstad eine Stadt, in der das ganze Jahr über viel geschieht, mit einem guten Angebot in Sachen Restaurants, Pubs und Shopping.

Strömstad wartet mit einem großen Angebot an Aktivitäten auf – so z.B. Robbensafaris, Boots- und Angeltouren. Die Badeanstalt Strömstad bietet außer Bademöglichkeiten in allen Formen auch einen Wellnessbereich mit speziellen bohusländischen Seetang-Behandlungen. Ab dem Hafen gehen die Fähren u.a. zu den so gut wie autofreien Inseln Kosteröarna – einem beliebten Reiseziel für Radler und Familien. Jeder Hafen Sydkosters hat einen Fahrradverleih und Nordkoster ist das ganze Jahr über ein gefragtes Wanderziel. Die Inseln sind durch eine kleine Seilfähre verbunden.
 
Gleich südlich von Strömstad liegt u.a. das Daftö FerieCenter, das bekannt für seine ausgezeichnete Qualität ist und zu den führenden Camping- und Ferienhausanlagen Schwedens gehört. Die Anlage ist seit einigen Jahren, gemeinsam mit 24 weiteren führenden Campingplätzen in Europa, Mitglied der Gruppe ’The Leading Camping’. Daftö wurde u.a.  2003, 2004 und 2005 vom ADAC mit dem begehrten Preis “Superplatz” ausgezeichnet.
www.stromstadtourist.se
www.dafto.nu