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  • Fishing for Lobster

Schwedische Küche – ein Erlebnis der besonderen Art und unbedingt einen Besuch Wert

Wir Westschweden lieben gutes Essen und unsere westschwedische Küche und Gerichte ganz besonders. Bei uns finden Sie Restaurants, wo Sie wirklich das Allerbeste probieren und genießen können, was westschwedische Seen und das Meer, Wälder oder unsere weiten Ebenen zu bieten haben. Nicht zuletzt aber finden Sie hier kulinarische Erlebnisse, die ein Mittag- oder Abendessen zu etwas ganz Besonderem werden lassen – unvergesslich, vielleicht? Vier dieser besonderen Erlebnisse möchten wir an dieser Stelle mit Ihnen teilen!

Wie bereitet man Seetang zu? Ist es schwer, eine Auster zu öffnen? Was bedeutet ungefiltertes Bier? Und wie schmeckt eigentlich Bisonochse?

Alle Antworten geben wir Ihnen hier und jetzt jedoch nicht – aber wir hoffen, dass Sie sich hier inspirieren lassen, selbst einige dieser kulinarischen Abenteuer zu erleben und richtig gute schwedische Küche probieren möchten. Guten Appetit bereits beim Lesen!

Seetang essen, geht das wirklich?

Bereits unser erster Tipp unterscheidet sich vielleicht am meisten von dem, was Sie normalerweise zuhause auf den Tisch stellen. Linnéa Sjögren und Jonas Pettersson betreiben ihr Unternehmen Catxalot in dem kleinen Küstenort Havstenssund, ganz im Norden der schwedischen Westküste. Linnéas Leidenschaft für das Kochen und Jonas Besessenheit vom Meer führte – kombiniert mit gemeinsamer Neugier - dazu, dass das Paar 2014 mit Seetang zu experimentieren und zu kochen begann – einem bis dahin in der schwedischen Küche fast unerforschtem Thema.

Seaweed

Fotograf: Madeleine Landley

Catxalot hat heute eine Seetang-Boutique und bietet eine Reihe verschiedener Aktivitäten an – u.a. eine Seetang-Safari auf den Felsklippen der Küste, Kochkurse, Tangpaddeln, Schnorcheln, Workshops und Verkostungen. Gemeinsame Themen sind das Erkennen und Wiedererkennen verschiedener Tangsorten, das „Pflücken“ von Seetang und die Zubereitung dieser Delikatesse. In Schweden existieren keine giftigen Seetangarten – aber bestimmte Arten schmecken erheblich leckerer als andere.

Kann Seetang das Nahrungsmittel der Zukunft sein? Ja, warum eigentlich nicht. Seetang wächst an großen Teilen der Küste, ist ein vegetarisches Produkt und muss nicht angebaut werden. Außer dem guten Geschmack und seiner Konsistenz setzt Seetang auch in Küche und auf dem Tisch sehr schöne optische Akzente.

Seaweed

Fotograf: Madeleine Landley

Die Brüder Per und Lars – Austernkenner mit Leidenschaft

Bleiben wir einen Augenblick an der Küste, bevor wir uns ins Innere von Westschweden begeben. Die westschwedische Küste von Bohuslän ist berühmt für ihre wilden, aber zugleich atemberaubende Ufer mit glatten mächtigen Felswänden und idyllischen Fischerdörfern – aber vielleicht denkt man nicht automatisch auch daran, dass diese Küste auch unter dem Wasserspiegel so einzigartig verführerisch ist. Das frische, klare Meerwasser ist perfekt für Tausende von Arten, nicht zuletzt Krusten- und Schalentiere. Unsere Devise lautet: „Essen schmeckt am besten, wenn es in seiner richtigen, angestammten Umgebung genossen wird“ – und daher geben wir Ihnen hier gern unseren nächsten „Geheimtipp“: Begleiten Sie uns zu einem Krustentierabenteuer in Grebbestad – dem Schalen- und Krustentierparadies Schwedens!

People tasting oysters on a boat

Fotograf: Roger Borgelid

Wussten Sie, dass ganze 90 Prozent der schwedischen Austern gerade aus Grebbestad kommen? Zwei, die nicht nur das wissen, sondern fast alles, was es über Austern in Erfahrung zu bringen gibt, sind die Brüder Per und Lars Karlsson mit ihrem kleinen Unternehmen Everts Sjöbod (dtsch: Everts Fischerhütte) in Grebbestad. Gemeinsam mit den Brüdern können Sie in Grebbestad Austern direkt vom Bootsanleger „ernten“, lernen, die Austern zu öffnen und – natürlich – gleich vor Ort zu verkosten. Lars hat die schwedischen Meisterschaften im Austernöffnen gewonnen – Ihnen steht hier also ein echter Profi und Experte zur Seite! Everts Sjöbod veranstaltet auch Ausfahrten in die Schären mit dem Holzkutter M/S Tuffa, Hummersafaris sowie fischt mit Ihnen Krebse und Makrelen. Sogar das Übernachten in den rustikalen Räumen der Fischerhütte ist möglich.

Fotograf: Robert Dahlberg

Unabhängig davon, ob Sie zu den Menschen gehören, die bereits die salzige Köstlichkeit der Auster lieben oder noch Gewagteres ausprobieren möchten, ist Grebbestad der Ort, den Sie unbedingt besuchen müssen. Die Austern sind hier nämlich „die besten der Welt“, und Per und Lars wissen genau, wie der Geschmack der Auster am besten zu seinem Recht kommt. Lassen auch Sie sich überzeugen, und genießen Sie Austern in Kombination mit einem Glas Champagner oder dem speziell komponierten Ambassadeur-Porter-Bier, das anlässlich des Austernfestivals in Grebbestad 2011 seine Premiere feierte. Für die zuletzt genannte Köstlichkeit zeichnet die Mikrobrauerei Qvänum Mat & Malt aus Västergötland verantwortlich – was uns gleich weiter zu Tipp Nummer 3 führt.

Oyster

Fotograf: Madeleine Landley

Wie braut man eigentlich Bier?

Werfen Sie doch einmal einen Blick hinter die Kulissen einer Mikrobrauerei- und Brennerei. Mitten in der fruchtbaren Ebene um die Stadt Vara mit langer Tradition des Getreideanbaus liegt Qvänum Mat & Malt, wo Sie direkt vor Ort verfolgen, wie die Herstellung von Bier und Branntwein funktioniert.

Claes Wernersson wuchs als Sohn eines Landwirts in der Ebene von Västergötland auf und erkannte bereits in jungen Jahren die entscheidende Bedeutung der Rohwaren. Nach seiner Ausbildung als Agronom traf er seine spätere Ehefrau Annica – ebenfalls Agraringenieurin – und leitete ein Großhandelsunternehmen, bevor das Paar 2004 den Hof Gategården in der Nähe von Kvänum erwarb. Seither konzentriert sich das Paar voll und ganz auf das Brauen von Biersorten und das Brennen von Branntweinen, die auf die lokale Küche abgestimmt sind.

tanks

Fotograf: Madeleine Landley

Handwerk und Ökologie stehen dabei im Fokus. Das für Produktion genutzte Wasser stammt aus dem Hofbrunnen, das Getreide liefern die Landwirte der Region, und gebraut wird völlig ohne Zusätze oder ohne zu filtern – dadurch entsteht ein „lebendiges“ Bier, das sich im Laufe der Zeit ändert und reift. Nutzen auch Sie die Gelegenheit, die mit roter Traditionsfarbe gestrichene Scheune zu besuchen – für einen Brauerei- und Brennereiabend mit Führung, Verkostung und vielen Geschichten und praktischen Informationen. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, das mittelstarke „Volksbier“ (schwed. Folköl) direkt auf dem Hof zu kaufen. Die Devise „direkt von der Scholle auf den Tisch“ war selten richtiger als hier!

Bottles

Fotograf: Madeleine Landley

Vom ländlichen Bauernhof zum Elchhotel

Unser vierter und letzter Tipp der Kategorie ”etwas andere Küche” hat mit dem Tierreich zu tun. Fünf Generationen lang lebt die Familie Alexandersson auf ihrem Hof Wrågården, etwas nördlich von Falköping. In den letzten zehn Jahren hat Sohn Henrik Alexandersson den Betrieb übernommen, und seither hat der traditionsreiche Hof eine gelinde gesagt außergewöhnliche Kursänderung vorgenommen. Henrik ist ausgebildeter Möbeltischler und begann zunächst damit, die alte Scheune in ein Restaurant umzubauen. Damit nicht genug – der Kälberstall wurde Konferenzlokal, das Hühnerhaus zur Kneipe. Am spektakulärsten ist dennoch vermutlich der Wohn- und Gästebereich  – dazu gleich mehr.

Fotograf: Jonas Ingman @ Bruksbild

Wrågården wird völlig ökologisch geführt – und auf den Weiden rundherum erblickt man Elche, Dammhirsche, Bisonochsen und schottische Hochlandrinder. Die Tiere liefern Fleisch sowohl für die Restaurantküche des Hofes als auch für andere Restaurants. Henrik sieht es als Stärke, seinen BesucherInnen die gesamte „Produktionskette“ zeigen zu können – von den Weiden bis hin zum Teller. So entstand auch die Idee von „Safaris“, um den Bisonochsen wirklich nahe zu kommen und zu beobachten, wie diese mächtigen Tiere leben. So kann man dann später auch mit gutem Gewissen einen leckeren „Bison-Burger“ genießen – in dem Wissen, dass die Tiere hier gut und artgerecht leben.

Die Nähe zur Natur hört damit jedoch noch nicht auf: in Zusammenarbeit mit Sören Niklasson, dem mehrfachen Weltmeister mit der Motorsäge – wurden mehrere Hütten in die Form von Elchen gesägt.  Diese Hütten steht auf der umzäunten Weide, wo Elche und Dammhirsche sich frei bewegen. BesucherInnen können als hier in einem Elch wohnen, mitten unter Elchen! Die Hütten haben Platz für 5-6 Betten, es gibt viele lustige und einzigartige Details zu erforschen – und man genießt natürlich eine phantastische Aussicht über den Elchpark – perfekt für Familien mit Kindern.

Fotograf: Jonas Ingman @ Bruksbild

Haben Sie Lust auf noch mehr Tipps zu wirklich leckerer Küche und Restauranterlebnissen? Schauen Sie sich alle Restaurants, Hofläden und Hersteller an, die mit dem Qualitätsprädikat „Smaka på Västsverige“ (dtsch: Westschweden schmecken) ausgezeichnet sind!