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  • Fotograf: Mattias Nilsson

Turbinhusön

Turbinhusön – ist eine Idylle mit gut erhaltener Kulturgeschichte im Herzen der Stadt Tidaholm am Fluss Tidan.

Das Turbinengebäude

Das 1898 erbaute Turbinengebäude hat der Insel ihren Namen gegeben. Die Turbine hier trieb eine Drehmaschine in einer Scheune bei der Eisenbahnbrücke am linken Ufer des Flusses Tidan an. Ein Stahlseil führte vom Turbinengebäude zur Scheune, mit einer Stützhalterung auf dem alten Kirchenplatz am Fluss. Diese Anordnung war bis 1914, als die Scheune abgerissen wurde, vorhanden. Einst lagen das Wasserrad der Mühle und das 1846 erbaute Sägewerk am selben Platz. Im Erdgeschoss des Turbinengebäudes gab es im südlichen Raum zwei hölzerne Badewannen mit einer Dusche. Das Wasser wurde mit einer hydraulischen Pumpe zu einem grossen Wasserbecken im ersten Stockwerk des Gebäudes gepumpt und mit einem ca. 2,5 m hohen und schmalen Holzofen aufgewärmt. Im selben Stockwerk befand sich auch eine Sattlerwerkstatt, und das zweite Stockwerk wurde einst als Wohnbereich genutzt. Das Gebäude ist heute umgebaut und angepasst für verschiedene Kunsthausstellungen im Frühling, Sommer und Herbst.

Die Schmiedehäuschen

Geschichte

Während Per Alexander Rudbecks Zeit auf dem Hof Tidaholm wurde ein Eisenwerk mit einer Stangeneisenschmiede angelegt. Um den Eisenarbeitern Unterkünfte bieten zu können, wurden im 18. Jahrhundert mehrere Wohnhäuser erbaut. Diese bestanden zu Beginn ausschliesslich aus Holz, erst während dem 19. Jahrhundert wurden die Wände mit klassischer roter Farbe gestrichen. Bis zu Beginn der 1940-er Jahre lagen diese Häuser entlang der Strasse Smedjegatan. Damals wurden sie als nicht mehr benutzbar bezeichnet, anstelle sollten neue moderne Unterkünfte mit Zentralwärme und Toiletten erbaut werden. Carl Asker hatte ein ausgeprägtes Interesse für lokale Kulturgeschichte. Mit der festen Überzeugung, dass die aus dem 18. Jahrhundert stammenden Wohnhäuser für die Nachwelt erhalten werden sollten, schrieb er der städtischen Finanzverwaltung einen Brief. 1942 wurden die Häuser gemäss Askers Wunsch zum heutigen Platz transportiert, und ein Museum konnte angelegt werden. Die Häuser wurden mit Möbel aus Carl Askers Sammlungen gefüllt.

Das Café („Kaffestugan”)

Dieses Haus hat man in ein gemütliches Café verwandelt, in welchem hausgemachtes Gebäck und einfache Mittagsgerichte angeboten werden. Das Café auf der Insel Turbinhusön hat sich zu einer Sehenswürdigkeit und einem beliebten Treffpunkt entwickelt.

Die Handwerkshütte („Hantverksstugan”)

In diesem Haus haben einst zwei Familien gelebt. Beide Familien verfügten über einen eigenen Raum, jedoch teilte man sich die Küche in der Mitte des Hauses. Smedstugan wird im Sommer als Geschäft mit Verkauf von Kunsthandwerk genutzt.

Die Museumsschmiede

In diesem Einzelhaus schildert man das etwas einfachere sowie das etwas mehr wohlhabende Alltagsleben während der letzten Jahrhundertwende. Tapeten, Teppiche und Gardinen gab es damals in den meisten Wohnungen. Noch immer standen viele Möbel an den Wänden, ein neuer Stil wurde damals jedoch üblicher: Die Möbel wurden in Gruppen in den Raum gestellt. Oft stellte man ein Möbelstück schräg in die Ecke. Die Küchenausrüstung unterschied sich nicht bedeutend von jener, die hundert Jahre früher üblich war. Auch sahen viele Möbel noch immer gleich aus, zu den Neuigkeiten gehörten das Sofa, der Schaukelstuhl, runde Kleintische, ein Piedestal sowie ein Sekretär. Die Wände wurden mit Ölgemälden mit weltlichen und religiösen Motiven geschmückt, sowie auch mit Abbildungen der Königlichen Familie. Die Fotogenlampe hatte Laternen und andere, einfache Lichtquellen ersetzt. Das Grammophon war nun modern und Dekorationsgegenstände waren üblicher geworden.

Das Kulturmagazin

Das sogenannte Magazin auf der Insel Turbinhusön war einst Lagerraum und Umschlagplatz für Getreide und andere Lebensmittel. Zu Beginn stand das Magazin ungefähr dort, wo heute das Stadthotel liegt. Als die alte Kirche aus dem Mittelalter abgerissen wurde, stellte man deren Holzfiguren an die Türpfosten des Magazins. Als später dann auch das Magazin abgerissen werden sollte, entdeckte man, dass diese Holzfiguren Apostel aus dem Mittelalter darstellten und somit kulturhistorisch äusserst wertvoll sind. Heute werden diese Figuren im Museum der Provinz Västergötland in Skara aufbewahrt. Im Kulturmagazin werden während des Sommers Kunstausstellungen durchgeführt, sowie Ausstellung und Verkauf von Kunsthandwerk.

Die Turbine

Das Backsteingebäude wurde vom Werk Tidaholmsverken in den 1940-er Jahren erbaut und war zu Beginn ein Gasakkumulationswerk für die Herstellung von Schweissgas. Später stand das Gebäude lange Zeit leer und wurde lediglich als Abstellraum für die Gemeinde Tidaholm benutzt. 1994 begann die Brauerei Källefalls Bryggeri mit dem Brauen von Pale und Brown Pale Bier. Diese beliebten Biersorten wurden drei Jahre lang produziert, gegen Ende der 1990-er Jahre wurde aus der Brauerei ein Restaurant und Nachtclub. Heute werden hier ein Restaurant und ein Café betrieben.

Der Park „Bruksvilleparken”

Der Park Bruksvilleparken entstand in den 1980-er Jahren als die einstige Werkvilla abgerissen wurde. Hier gibt es heute eine Freibühne mit Bänken für das Publikum. Während des Sommers wird hier Unterhaltung in verschiedenen Formen angeboten, unter anderem ein Kino im Freien. Der Park ist ein ruhevoller Platz – spazieren Sie entlang des Flusses Tidan oder setzen Sie sich im Gras hin und geniessen Sie ein köstliches Picknick in wohltuender Atmosphäre.