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  • Fotograf: Jonas Ingman - Bruksbild

Feiern Sie wie ein Westschwede

Wir Schweden lieben unsere Festtage, so einfach ist das. Egal, ob es dabei um die Huldigung von mit Sahne oder Zimt gefülltem Gebäck, eingelegtem Hering oder krabbelnden Wassertieren geht, laden wir gerne zum Feiern ein. Westschweden ist da wahrlich keine Ausnahme. Feiern Sie alle Feste des Jahres mit uns!

Sahniger Fett-Tag

Sozusagen synonym zu unserem Fett-Tag (Fettisdagen), der alljährlich 47 Tage vor Ostern gefeiert wird, stehen unsere geliebten Semlor. Diese mit Puderzucker bestäubten Windbeutel, die mit Sahne und Mandelmasse gefüllt werden, sind das vielleicht am meisten geliebte Backwerk der Schweden. Kurz: Wir sind verrückt danach. Heutzutage gibt es sie in vielen unterschiedlichen Größen – von kleinen mundgerechten Bissen bis hin zu Tortengröße. Ebenso viele Meinungen gibt es dazu, wie man diese Köstlichkeit am besten genießt. Manche bevorzugen die klassische Variante der „heißen Wand“, bei der die Semla in einem mit warmer Milch gefüllten tiefen Teller serviert wird. Andere essen sie so wie sie sind zum Kaffee.

Fotograf: Susanne Walström, Visit Sweden

Das Verspeisen dieses tollen Backwerks erweist sich für „Anfänger“ manchmal etwas schwierig, daher folgen hier ein paar Tipps: Normalerweise beginnt man mit dem Deckel und verwendet diesen als Löffel, um Teile der sahnigen Füllung herauszuschlecken. Wenn das Unterteil der Semla die richtige Größe erreicht hat, isst man dieses wie ein Sandwich.

Wenn wir ganz ehrlich sind, dann schlemmen wir diese Leckerei schon nach Weihnachten und Silvester und bis Ostern, aber eigentlich ist der Fett-Tag der Feiertag der Semla. Das Datum liegt zwischen dem 3. Februar und dem 9. März. Aber keine Angst: Wenn Sie am Fett-Tag an einer Konditorei oder einem unserer Cafés vorbei kommen, werden Sie ihn auf keinen Fall verpassen. 

Bunt gefiedertes Ostern

Der Frühling liegt in der Luft und endlich sehen wir dem Ende des langen Winters entgegen. Das wird natürlich gefeiert! Für Nichteingeweihte bedürfen die schwedischen Ostertraditionen einer kleinen Erklärung. Kurz gesagt dreht sich alles zum großen Teil um Eier, farbenfrohe Federn, Hexen, Süßigkeiten und noch mehr Eier.

Fotograf: Lena Granefelt, visitsweden.com

Wie bei so vielen anderen schwedischen Festtagen spielt das Essen an Ostern eine herausragende Rolle. Das traditionelle Osterbüffet ist sozusagen eine Light-Version des Weihnachtsbüffets, wobei dieses Mal Fisch und Eier im Mittelpunkt stehen. Wir Schweden stopfen an Ostern ungefähr unglaubliche 64 Millionen Eier in uns hinein – von gekochten Eiern über bemalte Eier und unterschiedlich gefüllte halbe Eier bis hin zu üppigen Omeletts. Ebenso selbstverständlich gehören gebeizter und geräucherter Lachs, kleine Würstchen und auf viele unterschiedliche Weisen eingelegter Hering auf das Büffet.

Das Ei finden wir auch im Bereich der Süßigkeiten wieder, denen zu Ostern ebenfalls eine herausragende Rolle zufällt. Wir füllen große Papp- oder Plastikeier mit Schokoeiern und Süßkram aus Schaumgummi oder Gelee und die Kinder gehen verkleidet als Osterhexen in der Nachbarschaft auf die Jagd nach Süßem. Unsere Häuser und Gärten schmücken wir mit Hühnern sowie mit Zweigen, die mit bunten Federn und Eiern behängt werden. Als Krone des Ganzen kann man an vielen Orten in Westschweden außerdem Osterfeuer aufleuchten sehen. 

Knuspriger Waffeltag

Ein weiteres Backwerk, dem wir an einem speziellen Tag huldigen, ist die knusprige Waffel. Am 25. März wird das „normale“ Fika-Gebäck, z. B. Kekse und Plundergebäck, gegen diese frisch gebackene Leckerei getauscht. Die Lieblingsrezepte variieren ebenso wie die Art, die Waffeln zu genießen. Einige essen sie mit leckerer Marmelade und Sahne, während andere frische Beeren und beliebig viel Eiscreme bevorzugen. Doch egal, für welche Art Sie sich entscheiden – Sie werden sie genauso lieben wie wir!

Feurige Walpurgisnacht  

Große pompöse Feuer, Feuerwerk und Chorgesang – das ist die Walpurgisnacht, die alljährlich am 30. April gefeiert wird. Früher wurden die Feuer entfacht, um Hexen und andere böse Geister zu vertreiben. Heute ist es wohl eher eine bequeme Art, um Gartenabfälle loszuwerden. Gleichzeitig werden die Feuer aber auch als das endgültige Ende des Winters und Startschuss für die helle Jahreszeit betrachtet. Im Glücksrausch versammeln wir uns wie schon unsere Vorväter um große Reisighaufen in einem Park, wärmen uns hüpfend auf und singen traditionelle Lieder, um die Ankunft des Frühlings zu feiern. Die Walpurgisnacht ist außerdem das höchste Fest an Hochschulen und Universitäten. Seien Sie also nicht überrascht, wenn Sie hier und da auf fröhliche Akademiker in den typischen weißen Studentenmützen treffen.

Fotograf: Jennie Lund

Da unser König Carl XVI. Gustaf am Walpurgistag zufällig seinen Geburtstag feiert, ist die Walpurgisnacht passenderweise gleichzeitig eine riesige Geburtstagsparty. Rechnen Sie also lieber damit, dass eine ganze Menge schwedischer Flaggen geschwenkt werden.   

Blumenreiches Mittsommerfest

Neben Weihnachten ist der Mittsommer das heiligste unserer schwedischen Feste. Im Zusammenhang mit dem Sommersonnenstand fällt er zwischen den 19. und 25. Juni, wenn die Tage am längsten und die schönen Sommernächte am kürzesten sind. Die Art, wie wir das Mittsommerfest begehen, führt bei so manchem Besucher eventuell auf hochgezogene Augenbrauen.

Fotograf: Jesper Anhede

Eine zentrale Rolle fällt bei den Festivitäten der Mittsommerstange zu, die auch Maistange genannt wird. Sie wird aus einem großen Holzkreuz gebildet, an dem zwei Kränze hängen, die mit Birkenzweigen und allerlei Blumen geschmückt werden. Wir binden außerdem kecke Blumenkränze als Kopfschmuck. Die Mittsommerstange ist aber nicht nur ein nettes Schmuckstück für den Garten oder den Park, sondern der Mittelpunkt für das Sing- und Tanzfest, das Mittsommer ausmacht. Im Takt traditioneller Lieder und Tanzspiele hopsen wir jung wie alt um die Stange – gerne musikalisch begleitet von einer Spielmanntruppe. Klassiker, die Sie vor dem Fest vielleicht einüben sollten, sind die Lieder „Små grodorna”, „Prästens lilla kråka“ und „Vi äro musikanter“.

Und natürlich gibt es kein schwedisches Fest ohne eine bestimmte Tradition in Sachen Essen. Mittsommer ist das Fest von Hering, jungen Kartoffeln und Erdbeeren – und das wird ernst genommen. Auf jeden Mittsommertisch, der etwas auf sich hält, müssen mindestens ein Glas mit eingelegtem Hering stehen – vorzugsweise Matjes – sowie saure Sahne, Schnittlauch und reichlich junge Kartoffeln. Zum Nachtisch werden die vielleicht ersten schwedischen Erdbeeren des Jahres genossen. Ob mit oder ohne Sahne darf jeder selbst entscheiden.

Fotograf: Jonas Ingman - M2B AB

In echt altnordischem Geist wird der Mittsommernacht außerdem eine ganze Menge Magie zugeschrieben. Gemäß des alten Volksglaubens sollen ledige junge Menschen in der Nacht sieben verschiedene Sorten Blumen pflücken und diese zum Schlafen unter ihr Kopfkissen legen. Im Traum erscheint ihnen dann ihr zukünftiger Lebenspartner. Probieren Sie es aus! 

Lustiges Krebsfest

In manchen Kulturen wird der Krebs – oder genauer die Kaisergranate – als unfreundliches Wasserinsekt betrachtet – in Schweden ist er eine Delikatesse, die im Spätsommer oder zum Herbstanfang ihr eigenes Fest verdient. Sollte es Ihnen nicht gelingen, selber Krebse zu fangen, finden Sie zu dieser Jahreszeit ein reichhaltiges Angebot an sowohl schwedischen als auch importierten Krebsen in den Supermärkten und Lebensmittelgeschäften. Die Schalentiere werden dann in einem Sud aus gesalzenem Wasser, reichlich Dill und eventuell weiteren Geschmackskomponenten gekocht. Fertig ist das Festmahl!

Fotograf: Jonas Ingman - M2B AB

Für ein klassisch schwedisches Krebsfest werden sowohl das Haus als auch die Gäste zu Ehren der Schalentiere geschmückt – mit Lampions, Girlanden, Servietten, Hüten und Schlabberlätzchen im Zeichen des Krebses. Weitere klassische Komponenten auf dem Tisch sind die Västerbottenquiche, Knäckebrot und ein gut gewürzter Käse. Auch der Schnaps spielt für viele eine zentrale Rolle – gerne in Verbindung mit lustigen Trinkliedern. 

Luxuriöse Hummerpremiere

Schalentiere schmecken am besten, wenn das Wasser kälter wird und sich eher zum Fischen als zum Baden eignet. Während der Sommersaison ist der König der Schalentiere, der Hummer, geschützt, aber ab dem ersten Montag nach dem 20. September heißt es: Ran an die Reusen! Dass dieser Tag heiß ersehnt ist, merkt man nicht zuletzt daran, dass die Fischerorte von Bohuslän zu diesem Termin geradezu explodieren vor erwartungsfrohen Hobbyfischern, die auf der Jagd nach dem „schwarzen Gold des Meeres“ sind.

Fotograf: Roger Borgelid

Wer kein eigenes Boot und Ausrüstung hat, kann bei einem professionellen Fischer eine Hummer-Safari buchen, die entlang der Küste angeboten werden. Wir versprechen Ihnen ein wahnsinnig spannendes Erlebnis, an das Sie sich noch lange erinnern werden. 

Herrlich duftender Tag der Zimtschnecke

Der 4. Oktober ist ein Tag, den sich alle Zimt- und Backwerkliebhaber im Kalender anstreichen sollten. Denn wir mögen unsere Zimtschnecken so sehr, dass wir ihnen einen eigenen Tag gewidmet haben. Diese fluffigen Plunderteilchen, die mit Zimt, Butter und Zucker gefüllt und mit Perlzucker überstreut werden, sind ein Genuss für alle Sinne. Backen Sie selbst eine Ladung oder erwerben Sie Zimtschnecken in den lokalen Bäckereien und Konditoreien und verspeisen Sie diese mit einer Tasse Kaffee, einem Glas Milch oder Saft.

Fotograf: Jesper Anhede

Leuchtendes Lucia-Fest

Der 13. Dezember ist auf mehrerlei Weise ein magischer Tag. Mitten im dunkelsten Dezember, elf Nächte vor Weihnachten, steht das Lucia-Fest wie ein rettender Engel auf dem Programm. Diese mehr als 400-jährige Tradition huldigt der „Königin des Lichts“, der Heiligen Santa Lucia, die der Legende nach Licht und Freude verbreitete. Der 13. Dezember ist aber auch tief in unserem Volksglauben verankert: Man glaubte, dass es eine gefährliche Nacht war, in der übernatürliche Mächte ihr Spiel trieben und die Tiere sprechen konnten.

Fotograf: Cecilia Llarsson-Lantz, visitsweden.com

Die Art, wie wir Schweden heute Lucia feiern soll ihren Ursprung tatsächlich in Westschweden und Värmland gehabt haben. Wenn Sie sich zu diesem Zeitpunkt hier aufhalten, sollten Sie sich auf Umzüge vorbereiten, bei denen in weiß gekleidete junge Mädchen und Jungen singend und mit Kerzen in der Hand oder auf dem Kopf an Ihnen vorüberziehen. Das Luciafest sollte man mit vielen nach Safran duftenden Lussebullar, Pfefferkuchenplätzchen und der schwedischen Glühweinvariante Glögg genießen. 

Freudvolles Weihnachten

Weihnachten ist so viel mehr als nur Wichtel und Weihnachtsmänner, Geschenke, Baum, Glitzer und Kerzen. Es ist im höchsten Grad auch ein Fest des Essens. Wir Schweden lieben Weihnachten und starten das Feiern schon ein wenig, wenn Ende November die ersten Weihnachtsmärkte auf alten Höfen und in diversen Stadtzentren öffnen. Hier füllen wir unsere Speisekammer vor den Weihnachtsfeiertagen auf, kaufen Handwerksprodukte und die unterschiedlichsten Dekogegenstände.

Fotograf: Göran Assner

Natürlich muss auch das Weihnachtsessen rechtzeitig schon mal vorgekostet werden – und zwar in Form von mindestens einem Julbord, dem Weihnachtsbüffet, in einem lokalen Restaurant. Ein klassisch schwedisches Julbord ist eine wahre Festtafel mit Delikatessen wie verschieden eingelegtem Hering, dem Auflauf Janssons Frestelse, Fleischbällchen, Würstchen, Rote-Bete-Salat, Rotkohl, Pastete, gebeiztem Lachs und natürlich überbackenem Schinken. Wagemutige probieren außerdem Spezialitäten wie Stockfisch, Schweinefüße, Sülze und selbstgebrannten Schnaps. Am eigentlichen Weihnachtsabend setzt sich die Weihnachtsschlemmerei zu Hause fort – kombiniert mit Weihnachtsklassikern wie Grütze, vielen Nüssen, Trockenfrüchten, hausgemachten Süßigkeiten und dem Limonadengetränk Must. Sofern noch nicht geschehen sollten Sie unsere Weihnachtssüßigkeiten in Form von Knäck-Konfekt, Sahnebonbons, Eisschokolade und verschiedenen Sorten Karamellkonfekt probieren. Und das ist nur eine kleine Auswahl unserer Weihnachtsleckereien.

 

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